Ob Leseförderung für Kinder oder die Ausbildung zum TGI-Team – wir begleiten Euch professionell, individuell und zuverlässig. Du findest hier Informationen zu unseren tiergestützen Angeboten in Nürnberg und Cadolzburg. 

Mensch und Hund gemeinsam stärken – durch Lernen, Vertrauen und echte Begegnung

Hunde haben eine besondere Wirkung auf Menschen. Sie fördern Vertrauen, erleichtern soziale Prozesse und schaffen Momente von Ruhe und Verbindung. In unseren Angeboten wird diese Wirkung gezielt genutzt – achtsam, strukturiert und fachlich begleitet. Im Mittelpunkt stehen Kinder, Familien sowie Mensch-Hund-Teams, die sich im Bereich tiergestützte Intervention ausbilden lassen möchten. Alle Angebote folgen einem gemeinsamen Grundgedanken: Wertschätzung, Klarheit und das Wohl von Mensch und Hund. Unsere Arbeit verbindet Fachwissen, praktische Erfahrung und persönliche Entwicklung zu nachhaltigen Lernerlebnissen.

Tiergestützte Arbeit mit Hund

Bedeutung von tiergestützter Arbeit – bewusst, fachlich und verantwortungsvoll

Tiergestützte Arbeit bedeutet für uns den gezielten Einsatz des Hundes in pädagogischen und entwicklungsbezogenen Kontexten. Dabei steht nicht der Hund als „Mittel zum Zweck“ im Vordergrund, sondern das Zusammenspiel aus Beziehung, Struktur und fachlicher Planung. Wir arbeiten auf Grundlage klar definierter Ziele, nachvollziehbarer Abläufe und eines konsequent tierwohlorientierten Ansatzes. Der Hund wird dabei als sozialer und emotionaler Impulsgeber verstanden, nicht als Werkzeug.

Tiergestützte Arbeit mit Hund in Nürnberg

Angebote für Kinder und Familien

Kind und Hund – Körpersprache verstehen und erleben

Kinder lernen in diesem Kurs, die Körpersprache von Hunden zu beobachten und zu verstehen. Sie erfahren, wie Hunde kommunizieren, wann sie sich wohlfühlen und wann sie Ruhe benötigen. Ein Hund begleitet den Kurs und ermöglicht einen direkten, ruhigen und sicheren Kontakt. Die Inhalte werden durch kreative Elemente ergänzt, in denen die Kinder das Erlebte verarbeiten und vertiefen. Im Mittelpunkt stehen ein respektvoller Umgang mit Hunden, die Förderung von Empathie sowie ein sicheres Verhalten im Alltag mit Tieren.

Lesen mit dem Lesehund

Beim Lesen mit dem Lesehund lesen Kinder einem Hund Geschichten vor. Der Hund bewertet nicht, korrigiert nicht und schafft dadurch eine ruhige und druckfreie Lernsituation. Zu Beginn lernen die Kinder den Hund kennen und erfahren, wie ein respektvoller Umgang aufgebaut wird. Danach erfolgt das Vorlesen im eigenen Tempo. Dieses Angebot unterstützt die Lesesicherheit, die Konzentration sowie das Selbstvertrauen der Kinder und fördert eine positive Beziehung zum Lesen.

Kind und Hund sicher zusammenleben

Dieser Kurs richtet sich an Eltern, die den Alltag mit Kind und Hund sicher und entspannt gestalten möchten. Im Mittelpunkt stehen Fragen zum sicheren Umgang, zur Interpretation von Stresssignalen beim Hund sowie zur kindgerechten Vermittlung von Regeln. Ziel ist ein klarer, ruhiger und alltagstauglicher Umgang mit Hund und Kind, der die Bedürfnisse beider Seiten berücksichtigt.

Tiergestützte Intervention (TGI)

Schule und Bibliothek – Lernen mit Hund neu gedacht

Tiergestützte Intervention beschreibt den geplanten und fachlich strukturierten Einsatz eines Hundes in pädagogischen und bildungsbezogenen Kontexten. Im Mittelpunkt stehen klar definierte Ziele, strukturierte Abläufe und ein reflektiertes Vorgehen im Einsatz mit Hund und Mensch. Der Hund wird dabei als sozialer und emotionaler Impulsgeber eingesetzt, der Lern- und Entwicklungsprozesse unterstützen kann. Entscheidend ist nicht die bloße Anwesenheit des Hundes, sondern die fachliche Gestaltung des Settings.

Wirkung tiergestützter Intervention

Tiergestützte Arbeit wirkt auf mehreren Ebenen. Sie kann dazu beitragen, Stress zu reduzieren, Aufmerksamkeit zu fördern, soziale Prozesse zu unterstützen und die emotionale Stabilität zu stärken. Der Hund verändert nicht die Aufgabe selbst, sondern die emotionale Ausgangssituation des Menschen. Dadurch können Lern- und Entwicklungsprozesse erleichtert werden.

Tierwohl im Mittelpunkt

Die Grundlage aller Angebote ist ein verantwortungsvoller und achtsamer Umgang mit dem Hund. Dazu gehören klare Arbeits- und Ruhezeiten, freiwilliges Mitwirken des Hundes, stressarmes Arbeiten sowie die Berücksichtigung individueller Belastungsgrenzen. Der Hund wird als Partner im Einsatz verstanden.

Fachliche Grundlage

Die tiergestützte Arbeit basiert auf einem interdisziplinären Ansatz aus Hundeverhalten, Lern- und Kommunikationsprozessen, Entwicklungspsychologie, pädagogischer Methodik sowie rechtlichen und hygienischen Grundlagen. Diese Kombination ermöglicht eine fachlich fundierte und verantwortungsvolle Umsetzung tiergestützter Angebote.

Interdisziplinäres Team

Die Arbeit wird durch ein Team aus unterschiedlichen Fachbereichen begleitet. Dazu gehören Hundetraining und Praxis, pädagogische Expertise, psychologische Fachbegleitung sowie rechtliche Beratung. Diese Zusammenarbeit gewährleistet eine sichere, fundierte und reflektierte Durchführung aller Angebote.

Ausbildung zum Tiergestützten Interventionsteam

Die berufsbegleitende Ausbildung richtet sich an Menschen, die gemeinsam mit ihrem Hund im Bereich Schule oder Bibliothek tätig werden möchten. Sie vermittelt fundiertes Wissen über Hundeverhalten, Entwicklungspsychologie, pädagogische Methoden, rechtliche Grundlagen sowie die praktische Umsetzung tiergestützter Interventionen. Ziel ist es, eigenständig und verantwortungsvoll tiergestützte Einsätze planen, durchführen und reflektieren zu können.

Unsere Haltung

Tiergestützte Arbeit bedeutet Verantwortung. Der Hund arbeitet nur im Rahmen seiner Möglichkeiten. Menschen werden achtsam begleitet. Fachlichkeit steht vor Emotion. Beziehung steht vor Methode. Sicherheit steht vor Wirkung. Unser Ziel ist nicht der besondere Moment mit dem Hund, sondern nachhaltige Entwicklung durch strukturierte und respektvolle Begegnung. Tiergestützte Intervention ist dann wirksam, wenn sie bewusst, fachlich fundiert und tiergerecht gestaltet wird. Im Mittelpunkt stehen das Verständnis für den Menschen, der respektvolle Umgang mit dem Hund und die Möglichkeit, echte Entwicklung zu ermöglichen.

Welche Bereiche gibt es?

Um Transparenz und Qualität zu sichern, werden die Bereiche nach den internationalen ESAAT– und ISAAT-Standards unterschieden:

  • Tiergestützte Pädagogik (TGP)
  • Tiergestützte Therapie (TGT)
  • Tiergestützte Förderung (TGF)
  • Tiergestützte Aktivitäten (TGA)

Jeder Bereich erfordert unterschiedliche fachliche Qualifikationen. Während TGP, TGT und TGF Fachkräften aus Pädagogik, Therapie und Heilpädagogik vorbehalten sind, können bei TGA auch interessierte Menschen ohne Studium oder Ausbildung in einem sozialen Bereich – nach einer fundierten TGI-Teamausbildung – gemeinsam mit ihrem Hund aktiv werden.

Tiergestützte Pädagogik (TGP)

Beschreibung

Einsatz des Hundes in pädagogischen Einrichtungen zur Förderung von Lernprozessen, Sozialverhalten und Persönlichkeitsentwicklung

Typische Berufsgruppen/Beispiele

  • Lehrer:in (Grundschule, Förderschule, Regelschule
  • Sozialpädagog:in (Jugendhilfe, Schule)
  • Heilpädagog:in (Förderschule, Frühförderung)

Tiergestützte Therapie (TGT)

Beschreibung

Fachlich geplante Interventionen zur Unterstützung therapeutischer und medizinischer Behandlungen.

Typische Berufsgruppen/Beispiele

  • Ergotherapeut:in (Förderung Motorik & Alltag)
  • Physiotherapeut:in (Bewegung & Rehabilitation))
  • Logopäd:in (Sprach- & Kommunikationsförderung)
  • Psycholog:in / Psychotherapeut:in (Verhaltenstherapie, Traumabewältigung)
  • Ärzt:in (z. B. Kinder- und Jugendpsychiatrie, Geriatrie in Klinikum und/ oder Praxis )

Tiergestützte Förderung (TGF)

Beschreibung

Unterstützung bei Motorik, Wahrnehmung, Kommunikation und sozialen Kompetenzen – oft im pädagogisch-heilpädagogischen Bereich.

Typische Berufsgruppen/Beispiele

  • Heilpädagog:in (Förderzentren, Einrichtungen)
  • Sonderpädagog:in (Schule mit Förderschwerpunkt)
  • Erzieher:in (mit heilpädagogischer Zusatzqualifikation)
  • Sozialarbeiter:in (Jugend- und Familienhilfe)
  • Heilerziehungspfleger:in (Behindertenhilfe, Wohngruppen)

Tiergestützte Aktivitäten (TGA)

Beschreibung

Besuchs- und Freizeitangebote zur Steigerung von Wohlbefinden, Motivation und Lebensqualität.

Besonderheit: Auch ohne Studium oder sozialer Ausbildung möglich – nach TGI-Teamausbildung

Typische Berufsgruppen/Beispiele

  • Lehrer:in (Grundschule, Förderschule, Regelschule
  • Sozialpädagog:in (Jugendhilfe, Schule)
  • Heilpädagog:in (Förderschule, Frühförderung)

Tiergestützte Pädagogik (TGP)

Beschreibung

Einsatz des Hundes in pädagogischen Einrichtungen zur Förderung von Lernprozessen, Sozialverhalten und Persönlichkeitsentwicklung

Typische Berufsgruppen/Beispiele

  • Lehrer:in (Grundschule, Förderschule, Regelschule
  • Sozialpädagog:in (Jugendhilfe, Schule)
  • Heilpädagog:in (Förderschule, Frühförderung)

Tiergestützte Therapie (TGT)

Beschreibung

Fachlich geplante Interventionen zur Unterstützung therapeutischer und medizinischer Behandlungen.

Typische Berufsgruppen/Beispiele

  • Ergotherapeut:in (Förderung Motorik & Alltag)
  • Physiotherapeut:in (Bewegung & Rehabilitation))
  • Logopäd:in (Sprach- & Kommunikationsförderung)
  • Psycholog:in / Psychotherapeut:in (Verhaltenstherapie, Traumabewältigung)
  • Ärzt:in (z. B. Kinder- und Jugendpsychiatrie, Geriatrie in Klinikum und/ oder Praxis )

Tiergestützte Förderung (TGF)

Beschreibung

Unterstützung bei Motorik, Wahrnehmung, Kommunikation und sozialen Kompetenzen – oft im pädagogisch-heilpädagogischen Bereich.

Typische Berufsgruppen/Beispiele

  • Heilpädagog:in (Förderzentren, Einrichtungen)
  • Sonderpädagog:in (Schule mit Förderschwerpunkt)
  • Erzieher:in (mit heilpädagogischer Zusatzqualifikation)
  • Sozialarbeiter:in (Jugend- und Familienhilfe)
  • Heilerziehungspfleger:in (Behindertenhilfe, Wohngruppen)

Tiergestützte Aktivitäten (TGA)

Beschreibung

Besuchs- und Freizeitangebote zur Steigerung von Wohlbefinden, Motivation und Lebensqualität.

Besonderheit: Auch ohne Studium oder sozialer Ausbildung möglich – nach TGI-Teamausbildung

Typische Berufsgruppen/Beispiele

  • Lehrer:in (Grundschule, Förderschule, Regelschule
  • Sozialpädagog:in (Jugendhilfe, Schule)
  • Heilpädagog:in (Förderschule, Frühförderung)

Leseförderung mit vier Pfoten

Unsere speziell ausgebildeten Lesehunde unterstützen Kinder dabei, das Lesen neu zu erleben und helfen ihnen bei:

  • ihr Selbstvertrauen zu stärken
  • die Motivation zu fördern
  • ohne Angst und Druck zu lesen

 

In Einzeltrainings oder Kleingruppen (maximal 6 Kinder) erfahren Grundschulkinder, das Lesen Freude bereiten kann.

Unter der fachkundigen Anleitung einer Hundetrainerin und Heilerziehungspflegehelferin mit Erfahrung in der Förderung von Kindern wird jedes Kind individuell, wertschätzend und angstfrei begleitet. So kann Ihr Kind in einem geschützten Rahmen seine Lesefähigkeit verbessern.

Ausbildung zum TGI-Team (Tiergestützte Intervention)

Sie möchten selbst mit Ihrem Hund Menschen unterstützen – im sozialen, pädagogischen oder therapeutischen Bereich?
Unsere 12-monatige Ausbildung bereitet Sie und Ihren Hund  gezielt auf die Einsätze im Bereich der tiergestützten Intervention vor.

Inhalte der Ausbildung:

  • 76 Praxisstunden im Bereich TGI
  • 32 Praxisstunden Alltagstraining
  • 12 Theoriemodule
  • 18 Stunden Online-Theorie über Zoom
  • Freiwillige Teilnahme an Exkursionen und Einsatzerprobungen
  • Fachlich ausgebildete Dozentin als persönliche Ansprechpartnerin während der gesamten Ausbildung

Prüfung:

  • Praktische und mündliche interne Prüfung
  • Verhaltensüberprüfung durch einen externen Sachverständigen

 

Hinweis: Eine Prüfung als tiergestütztes Interventionsteam ist erst nach Erreichen des 18. Lebensmonats des Hundes möglich, da sich unsere Ausbildung an den Rahmenbedingungen von ESAAT und ISAAT orientiert. Vor Beginn der Ausbildung besteht die Möglichkeit, die Grundausbildung mit den Besuchen von Welpen- und Junghund- Kursen in unserer Hundeschule zu absolvieren.

Fakten:

  • Dozentin: Natascha Nichtern (Hundetrainerin & Heilerziehungspflegehelferin)
  • Ausbildungsdauer: 1 Jahr
  • Plätze: max. 10 Teilnehmer
  • Voraussetzung: Mindestalter des Hundes 12 Monate
  • Kosten: 4.500 € (Ratenzahlung möglich 12 Monate a 375 €)
  • 2% Skonto bei Einmalzahlung

Werden Sie Teil eines einzigartigen Programms, in dem Hundetraining, Pädagogik und Psychologie verschmelzen. Unsere Ausbildung zeigt Ihnen, wie sie Hunde gezielt in pädagogischen, sozialen und therapeutischen Kontexten einsetzen können.

Lernen sie die Dozentin kennen: Hier bekommen Sie einen kurzen Einblick in die Ausbildung und die Wirkung tiergestützter Interventionen.